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STEFAN STÖSSEL


2009


ROBERT KLÜMPEN

FABIAN BOHNMANN

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ART COLOGNE 2009

MIRIAM VLAMING


2008

art fair 21

KATJA PFEIFFER


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JULIANE WALTHER

update.07
berlin düsseldorf


SOPHIE VON STILLFRIED


2006

VERENA LANDAU

MARIANNA KRUEGER

MATTHIAS LUDWIG

MIRIAM VLAMING


2005

STEFAN STÖSSEL

[update.05]
Positionen zur Malerei in Deutschland

AUSSTELLUNGEN 2010

STEFAN STÖSSEL


Monument Stilleben

22. Januar bis 6. März 2010



Eröffnung: Freitag, den 22. Januar 2010 von 19 bis 21 Uhr ein.
Stefan Stößel ist anwesend.




Den Auftakt zu unserem 30. Jubiläumsjahr bildet eine Ausstellung junger Kunst. Stefan Stößel haben wir erstmals in der Gruppenausstellung „update.05“ mit Positionen zur Malerei aus Leipzig und Düsseldorf vorgestellt. Noch im selben Jahr 2005 haben wir eine größere Auswahl seiner Bilder in einer ersten Einzelausstellung im Studio präsentiert.

Stefan Stößel, geboren 1970, gehört zu den interessantesten jüngeren Malern, die aus der Klasse von Arno Rink (HGB Leipzig) hervorgegangen sind. Als Assistent von Neo Rauch blieb er der Hochschule bis 2008 verbunden. Seine Arbeit zeichnet sich durch die „typische“ Leipziger Qualität der technisch virtuosen Malerei aus, die dem klassischen Stillleben und Trompe l’oeil völlig neue Qualitäten abgewinnt. Vorgefundenes Material der Gebrauchsgrafik wie bedruckte Verpackungskartons, Stoffmuster oder Werbeschriftzüge fließen in sorgfältig komponierte Stillleben ein, die sich gekonnt und reflektiert der Tradition des niederländischen Konstruktivismus bis zur Pop Art bedienen. Souverän spielen die Bilder auf diese Weise mit dem Verhältnis von Fläche und Raum. Die bisher monumentalste Arbeit aus dem Kontext der Verpackungskartonbilder „Calypso“ zeigen wir im Basement, während die neuesten Arbeiten den großen Galerieraum bestimmen. Von der minutiösen Wiedergabe der bedruckten Kartons ist Stößel - nicht zuletzt durch seine intensive Beschäftigung mit dem Medium der Druckgrafik seit 2006 – zu einer groß-formatigen Flächenmalerei übergegangen. Farblich zurückgenommen und in klaren Kontrasten werden fast konstruktivistische Kompositionen gereiht, die sich erst auf den zweiten Blick als Fortsetzung des Themas „Stapeln“ entpuppen. Europaletten werden in hohe, teilweise recht fragile, Stapel geschichtet, so dass die Titel „Monument“ oder „Hybris“ den architektonisch konstruktiven Bezug ironisch gebrochen aussprechen. Ebenso können die Stapel durch eine imaginäre Explosion auseinander fliegen, so dass sich im ersten Moment eher an eine abstrakte Flächenkomposition nach suprematistischem Vorbild denken lässt. Diese augenzwinkernden Bezüge zur Kunstgeschichte und Werbe-grafik, zur Abstraktion und zum Realismus machen einen immer neuen Reiz im Werk von Stefan Stößel aus.




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AUSSTELLUNGEN 2009

ROBERT KLÜMPEN

Ich bring Frische

6. November 2009 bis 16. Januar 2010




Eröffnung: Freitag, den 6. November 2009 von 18 bis 21 Uhr
Einführung: Dr. Stephan Mann, Museum Goch

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Ausstellungseröffnung 6.11.2009
Einführungsrede: Herr Dr. Stephan Mann, Museum Goch und Herr Wolfgang Gmyrek, Galerie Wolfgang Gmyrek, Düsseldorf
v.l.: Master of the Universe, 2009, Acryl auf Leinwand, 250 x 400 cm (2-teilig)

Foto: © Sarah Gmyrek, Düsseldorf
Ausstellungseröffnung 6.11.2009
Einführungsrede: Herr Dr. Stephan Mann, Museum Goch
Bild rechts: Il Sogno, 2009, Acryl auf Leinwand, 250 x 400 cm (2-teilig)

Foto: © Sarah Gmyrek, Düsseldorf




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Ausstellungsansicht im Basement
v.l.: Wandbild, 2009, Acryl auf Nessel, 250 x 400 cm (2-teilig)
Wandbild, 2009, Acryl auf Nessel, 250 x 400 cm (2-teilig)
Neue Fenster, 2009, Nessel, bestickt, über Matratze, 200 x 100 x 18 cm
Foto: © Sarah Gmyrek, Düsseldorf
Ausstellungsansicht im Studio
v.l.: Alter Meister - Jetzt ist Schluß mit Eberjagd, 2009, Acryl auf Nessel, 220 x 200 cm
Eingang hinterm Lattenzaun, 2009, Tusche auf Nessel, 250 x 200 cm
Der schwarze Stamm, 2009, Acryl auf Nessel, 200 x 140 cm
Foto: © Sarah Gmyrek, Düsseldorf




Wir freuen uns, Ihnen die erste Soloausstellung von Robert Klümpen in der Galerie Wolfgang Gmyrek, Düsseldorf ankündigen zu können.
Robert Klümpen (geb. 1973), der 2005 Villa Romana Preisträger war, gehört zu den interessantesten und profiliertesten Malern, die aus der Klasse von Dieter Krieg (Kunstakademie Düsseldorf) hervorgegangen sind. Während die Liebe zum großen Format, zur Figuration (mit ausgeprägtem Interesse an nicht malerischen Motiven) und zur ironischen Sicht bis heute seine Arbeit prägen, könnte seine Maltechnik in kaum größerem Kontrast zu Krieg stehen: Starke Hell-Dunkelkontraste und gezielte Komplementärsetzungen von Grün und Rot oder Blau und Orange in dünnflüssiger Acrylfarbe auf Nessel erzeugen zunächst eine Farb- und Lichtregie, die gänzlich unabhängig von den Lichtquellen ist, die das Bildmotiv zeigt. Keine Neonröhre oder Lampe könnte jedoch einen Ort so zum Leuchten bringen, wie es bei Robert Klümpen die Farbe tut. Selbst das Dunkel erstrahlt in matten Umbratönen. Diese fast barocke Wirkung der Nachtbilder korrespondiert mit der Inszenierung des Alltags in der Malerei.

Seit seiner Studienzeit gibt es in Klümpens Bildern Orte, die sich an der Peripherie der Stadt finden, Karussells auf (temporären) Rummelplätzen, Kioske, oder wie man im Rheinland sagt „Büdchen“, Supermärkte der eher unspektakulären Art oder Vorstadtkneipen und Sexshops, in den neuesten Arbeiten Tunnel, Straßenecken und abgestellte LKW-Anhänger. Er verwandelt diese vertrauten, doch meist nur en passant gesehenen Ansichten der Städte zu Orten, die trotz der stets innewohnenden ironischen Brechung ein Versprechen enthalten. David Wagner hat zuerst darauf hingewiesen, dass der Nachtwanderer in Robert Klümpens Bildern ein „entfernter, städtischer Verwandter eines romantischen Wanderers“ (2003) sei und der Kunsthistoriker Bernd Finkeldey ergänzt, dass die wesentliche Erfahrung der Romantik bis hin zur Moderne, das Gefühl des Erhabenen, in der ironisch gebrochenen Bildwelt Robert Klümpens trotz allem präsent sei (2005).

So scheint es nur allzu konsequent, dass Robert Klümpen sich in den letzten Bildreihen immer wieder dem romantischen Lieblingsmotiv zuwendet: der Landschaft. Auf den ersten Blick fantastisch, malerisch und romantisch sind die Bilder wie seine Stadtansichten durch einen ironisch gebrochenen Blick nicht nur auf das Motiv, sondern auf die ganze Motivgeschichte gekennzeichnet. Die neuesten Bilder gewinnen in den scheinbar vertrauten Spazierwegen durch den Wald eine malerische Freiheit und Abstraktion, die weit über das bisher erreichte Verhältnis zum Gegenstand hinausgeht.

Öffnungszeiten der Galerie Wolfgang Gmyrek: Di-Fr. 11-18 Uhr, Sa 11-16 Uhr u.n.V.
Die Galerie bleibt vom 24.12.2009 bis zum 2.1.2010 geschlossen.



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FABIAN BOHNMANN

Tragödien hinter nackten Zahlen

19.6. – 30.8.2009


Einladungskarte: Modernität und Toleranz, 2009 · Acryl auf Leinwand · 109 x 153 cm


Ausstellungsansicht.


Eröffnung am Freitag, den 19. Juni von 18 bis 21 Uhr

Im Basement stellen wir erstmals den Kölner Maler Fabian Bohnmann (*1975) vor, der als Meisterschüler von Johannes Brus sein Studium in Braunschweig abgeschlossen hat.
Bohnmanns Bilder sind überwiegend Porträts oder Gruppenbildnisse, wobei es nur in Einzelfällen um „Bekannte“ geht.
Charakteristisch für seine Malerei ist eine Galerie gesellschaftlicher Typen, die kommentierend und entlarvend bis hin zu einem „Bestiarium“ gesteigert werden kann.
Malerisch bedient sich Bohnmann unbekümmert bei den Möglichkeiten der Moderne und Nachmoderne, indem er sich ohne Scheu vor lauten Kontrasten durch die Zeit- und Stilebenen bewegt.


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JULIA KRÖPELIN

Gleich wie ein Vorgebirge, oder schwimmt,

8.5. ≤ 13.6.2009



Einladungskarte: Ohne Titel, 2008, Graphit auf Leinwand, ca. 40 x 70 cm


Ausstellungsansicht

Eröffnung am Freitag, den 8. Mai von 18 bis 21 Uhr
Einführung: Dr. Magdalena Holzhey, Kunsthalle Düsseldorf

Die Düsseldorfer Künstlerin Julia Kröpelin ist in diesem Frühjahr mit einer Ausstellungsreihe in der Galerie der Stadt Backnang, der Galerie Wolfgang Gmyrek, Düsseldorf und der Reichsabtei Kornelimünster mit neuen Skulpturen und Bildern sehr präsent. Die Galerie Wolfgang Gmyrek zeigt, nach der Beteiligung von Julia Kröpelin bei „update.07“ zum ersten mal ihre Arbeiten in einer Solo-Ausstellung.

Den Schwerpunkt der Ausstellung bilden die Graphitzeichnungen auf Leinwand, ergänzt um die Skulptur Island. „Aus Polymergips hat Julia Kröpelin das isolierte und vergrößerte Detail eines geflochtenen, hoch aufgereckten Zopfes gegossen. Ruhend allein auf einer aus den unteren losen Haarsträhnen gebildeten Fläche und am oberen Ende hart abgetrennt, scheint er seine Kraft aus sich selbst heraus zu beziehen. (…) Wurde dem Haar seit der Antike mythische und Seelenkräfte zugeschrieben, so erinnern die unteren offenen Flechten von Island an Wellen, Sand- oder Muschelformen. Ein Triumph weiblicher Schönheit wie in Sandro Botticellis Geburt der Venus, der die Meerschaumgeborene, in Haarflechten gehüllt, auf einer Muschel darstellt? Ebenso mag man an die alte Idee einer Analogie zwischen Mikrokosmos und Makrokosmos denken, die Überzeugung also, der menschliche Körper gleiche dem Körper der Erde in wesentlichen Strukturen und Funktionsweisen; indem etwa Leonardo da Vinci dieses Analogiedenken seinen Untersuchungen zugrunde legte, konnte er mit dem Wirbel als Grundelement aller organischen Formbildung die Übereinstimmungen der Bewegungen des Wassers, des Blutes oder auch der Haare begründen.

In Julia Kröpelins Zeichnungen findet dieser Gedankenkomplex eine Fortsetzung. Sie zeichnet mit Bleistift und Graphit auf grundierter Leinwand, arbeitet mit dem Skalpell, schleift die Zeichnung partienweise immer wieder ab und trägt neue Schichten auf. Die Behandlung der Oberfläche geschieht auf fast bildhauerische Art und Weise, verstärkt die objekthafte Anmutung der aufgespannten Leinwände. Die Landschaften, die auf diese Weise entstehen, sind imaginative Welten, Naturansichten, die gleichzeitig den Blick in Organismen zu öffnen scheinen, in denen Form aus der Spirale generiert wird, Wasser, Pflanzen, Berge, Aderngeflecht, manchmal auch Tiergestalten oder Fabelwesen in einem von eigenen Gesetzen beherrschten Kosmos verschmelzen. Weniger Apokalypse als vielmehr Erfindungs- und Fabulierlust, arbeiten sie mit einer zeichnerischen Technik, die ständig zwischen Tiefenräumlichkeit und Nähe schwankt, einzelne Partien wie mit dem Vergrößerungsglas heranholt oder in weite Ferne rücken lässt.“ (Magdalena Holzhey). Zur Ausstellungsreihe ist ein Katalog erschienen, der in der Galerie erhältlich ist.

Die Galerie ist geöffnet: Dienstag bis Freitag von 11-18 Uhr und samstags von 11-16 Uhr.



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ART COLOGNE 2009
22.4. – 26.4.2009


Einladungskarte: Jörg Immendorff, Solo (Selbstportrait), 1988 · öl auf Leinwand · 200 x 150 cm

Unseren Stand auf der Art Cologne finden Sie:
Halle 11.2, Stand Nr. 41
Standtelefon +49 221 28 44 333
täglich 12 - 20 Uhr
Vernissage: 21.4. 2009, 17 - 21 Uhr



Fotos von der Vernissage Art Cologne 2009



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MIRIAM VLAMING

Habseligkeiten

30.1. – 21.3.2009

Eröffnung am Freitag, den 30. Januar von 18 bis 21 Uhr
Einführung: Dr. Christoph Schreier, Kunstmuseum, Bonn





Die Galerie Wolfgang Gmyrek beginnt das Jahr mit der zweiten Soloausstellung von Miriam Vlaming in der contemporary-Reihe.
Seit der ersten Präsentation in „update.05“ hat Miriam Vlaming sehr erfolgreich ihren Weg von der Kunstakademie Leipzig in den
professionellen Kunstbetrieb verfolgt. Nach Ausstellungen in Kunstvereinen läuft zur Zeit in der Kunsthalle Mannheim die erste
Einzelausstellung im Museum mit umfangreichem Katalog.

Vom Figurenbild ausgehend hat Miriam Vlaming in der letzten Ausstellung den Raum geöffnet und Landschaft als inneren Raum gezeigt.
In den neueren Bildern wird diese Weite jedoch wieder zurückgenommen, denn als neues Motiv tauchen Interieurs oder Alltagsgegenstände
in extremer Nahsicht auf. Es sind meist simple, aber sehr symbolträchtige Gegenstände des Lebens, wie Tisch, Bett und Kleidung,
denen das Augenmerk gilt. In der aktuellen Ausstellung rücken Gebrauchsgegenstände, die einen persönlicheren,
noch intimeren Charakter haben, in den Blick.

Miriam Vlamings Bilder wirken jedoch zuerst durch ihre Farbigkeit, die sich am treffendsten als Farbraum beschreiben lässt.
Die Künstlerin arbeitet mit selbst angerührter Eitemperafarbe, die durch gezielt gesetzte Kontraste von matter Tonigkeit bis zu
größter Leuchtkraft reichen kann und einen Grundklang anstimmt. Erst auf den zweiten Blick löst sich das Motiv heraus.
Der Gegenstand wird dabei nicht direkt abgebildet, sondern nach dem Prinzip des „Sampelns“, bei dem alte Fotos, Gesehenes,
Erdachtes und Zitate eine enge Verbindung eingehen, suggestiv ins Bild gesetzt. Wie aus fernen Zeiten treten dem Betrachter
Personen, Orte und Dinge gegenüber und rufen Erzählungen und Erinnerungen wach. In den neueren Bildern wird dies durch schriftliche
Zitate im Bild noch unterstützt. „Das Geschreibsel“ ist jedoch nicht explizit, da es durch Verwaschung und Übermalung nur noch partiell lesbar ist.
Was bleibt ist auch hier eine malerische, informelle Struktur, eine tachistische Anmutung und Andeutung.

Schon bei den „Partikularen“, den letzten Bildern in der Mannheimer Ausstellung, die geklöppelte Spitzen zeigen, hat Vlaming der Oberflächenstruktur
malerisch großen Wert beigemessen. In den neuesten Bildern hat sie ein anderes altes weibliches Handwerk, das Sticken, direkt in die Bildentstehung
einbezogen und die Spur als Verletzung der Leinwand durch Nadel und Faden sichtbar gemacht. Diese Faszination für die Dinge des Menschen und das
„Gemachte“ erweitern Vlamings Oeuvre sehr folgerichtig. Vlamings Bilder berühren den Betrachter stets durch ein Déjà-vu, das eigene Erinnerung und
Assoziationen auslöst. Die persönlichen Geschichten und Erfahrungen des Menschen sind eingebunden in kollektive Erinnerungen, die Vlaming einbezieht.
Ebenso wie Wald und Wasser nicht nur Orte, sondern Mythen heraufbeschwören, wohnen auch den „Habseligkeiten“ Erfahrungen und Geschichten inne,
aber sie erklären sich nicht selbst. Sie können nicht herausgelesen, sondern nur erschlossen werden.

Miriam Vlamings Einzelausstellung „You Promised Me“ in der Kunsthalle Mannheim ist noch bis zum 1.2.2009 zu sehen.
Der Katalog ist im Kerber Verlag erschienen und kann in der Galerie erworben werden.

Anlässlich der Ausstellung in der Kunsthalle Mannheim ist der Film "Atelierbesuch bei Miriam Vlaming" von Norbert Wartig entstanden (LNW Film + LNW Verlag, Berlin).
Die DVD ist in der Galerie erhältlich zum Preis von 15,00 Euro (inkl. MwSt. / exkl. Versand). Info


Die Galerie ist geöffnet: Dienstag bis Freitag von 11-18 Uhr und samstags von 11-16 Uhr.


Miriam Vlaming

belongings

Opening reception: Friday, January 30th 6 pm to 9 pm
Introduction: Dr. Christoph Schreier, Kunstmuseum Bonn

The Galerie Wolfgang Gmyrek presents the second solo show of the Berlin painter Miriam Vlaming in the contemporary program.
After her participation at the group exhibition “update.05” and several exhibitions at German Kunstvereine, Miriam Vlaming currently
presents her first solo show at a museum, the Kunsthalle Mannheim, with an extensive catalogue.

Miriam Vlaming opened the pictorial space in her last exhibition, and thus realised landscape paintings as inner visions.
In her recent paintings, Vlaming however withdrew from capaciousness and focussed on interiors and ordinary objects in extreme close vision.
She now concentrates on simple yet symbolic items of everyday’s life such as tables, beds and clothes.

It is primarily Vlaming’s use of colour which attracts attention. The artist works with self-made egg tempera which
she uses in contrasts of dim shades and extraordinary luminosity, so that her subject matters reveal themselves on the second glimpse.
Vlaming has always sampled objects in assembling old photographs, situations and inventions. Now she accentuates her paintings with quotations,
barely visible as they are wiped out and painted over. Her work which often alludes to tachism appears as a déjà vu and evokes memories and retrospections.

Miriam Vlaming. You Promised Me, Kunsthalle Mannheim (until February 1st 2009), Exhibition Catalogue Bielefeld, Leipzig: Kerber Verlag 2008.

On the occasion of the solo-exhibition at the Kunsthalle Mannheim Norbert Wartig produced the film “visit at the studio of Miriam Vlaming” (LNW Film + LNW Verlag, Berlin).
The DVD is available at the gallery (price: 15,00 Euro incl. MWSt, excl. shipment).
info

Gallery hours: Tuesday - Friday 11 am to 6 pm, Saturday 11 am to 4 pm


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AUSSTELLUNGEN 2008

art fair 21
Messe für aktuelle Kunst
03.10.–05.10.2008

Fotos von unserem Messestand auf der "art fair 21":



Die Art Fair hat sich von einer Satellitenausstellung zur Art Cologne zu einer selbständigen, internationalen Messe entwickelt.
Sie ist damit die ideale Plattform für unser contemporary-Programm, das wir in den vergangenen Jahren kontinuierlich aufgebaut haben.
Schwerpunkte unserer Präsentation, sind neuen Arbeiten aus Leipzig, Berlin und Düsseldorf, von:
MIRIAM VLAMING, ROBERT KLÜMPEN und KATJA PFEIFFER


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KATJA PFEIFFER

rohschnitt

11.04. ≤ 24.05.2008

.

Zur gemeinsamen Eröffnung der Düsseldorfer Galerien zeigen wir eine Einzelausstellung von Katja Pfeiffer, die wir im vergangenen Jahr in der Gruppenausstellung „update.07“ erstmals präsentiert haben.
In der Ausstellung „rohschnitt“ wird Katja Pfeiffer mit zwei großen Installationen, Wandarbeiten,Skulpturen und Papierarbeiten einen Einblick in die Entwicklung der letzten Jahre zeigen.

Die raumgreifende Installation „Irrlicht“ schließt formal an vorangegangene Arbeiten wie „Back-drop“ in der Galerie Pankow im April/Mai 2007 in Berlin an. Aus bemalten MDF Platten werden Motive ausgesägt
und wie in einem Perspektivdiorama des 19. Jahrhunderts zu einem faszinierenden Illusionsraum gestaffelt. Die Bildelemente überlagern sich und bieten spannungsvolle Durchblicke, bei denen Licht- und Schattenzonen
einen irritierenden, phantastischen Raum im Raum entstehen lassen. Einige Motive, die in „Irrlicht“ auftauchen, stammen aus dem Filmset zu Fritz Langs berühmter Verfilmung des Nibelungenlieds von 1924.

Inhaltlich verfolgt Katja Pfeiffer damit ihr Thema der letzten Jahre, in dem sie sich intensiv mit Gerüsten und Behelfsarchitekturen im Stadtraum und schließlich mit Bühnenbildern und Filmkulissen, insbesondere in den Studios in Berlin Babelsberg auseinander gesetzt hat. Was zunächst eine Weiterentwicklung der malerischen Möglichkeiten bedeutete, eröffnet nun immer neue Möglichkeiten in der Auseinandersetzung mit temporären Illusionsräumen, in denen sich auch Licht und Schatten zunehmend von der Malerei emanzipieren und eigene Gestaltungsmöglichkeiten bieten.


Presse

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AUSSTELLUNGEN 2007


JULIANE WALTHER

Verstärker

30.11.2007 – 26.1.2008



Eröffnung am Freitag, den 30.11. von 18 bis 21 Uhr
Einführung: Andrea Peters M.A., Wuppertal

Im Raum 2 der Galerie Wolfgang Gmyrek wir die Reihe junger Malerei fortgesetzt: Bilder von Juliane Walther waren in Düsseldorf erstmals in unserer Gruppenausstellung update.07. Berlin – Düsseldorf zu sehen. Nun zeigen wir ihre erste Einzelausstellung Verstärker.

Juliane Walther wird im nächsten Frühjahr ihr Diplom an der Kunsthochschule Berlin Weißensee ablegen und erlaubt in der Galerie eine Art Vorbesichtigung ihrer Ausstellung. Sie zeigt Bilder, die zunächst gleichermaßen durch den spannungsvoll komponierten Aufbau wie durch eine „besondere Art von Poesie“ bestechen. Zunächst nimmt der Betrachter eine Landschaft wahr, wobei jedoch die Raumtiefe und Einheit des Raums vielfach gebrochen wird: Einerseits durch malerische, rein formale Eingriffe und andererseits durch bizarr wirkende technische Gegenstände – häufig aus der Musikindustrie -, die in die Landschaft gesetzt scheinen. Dadurch entstehen äußerst differenzierte Bilder, die eine vielfältige Reflexion über das Thema Lebensraum zulassen: „Das Bemühen um Ordnung in einem Raum, dessen eigentliche Bestimmung längst verloren gegangen ist, wird deutlich. Aber nunmehr geht es nur noch darum, die Entfremdung von diesem Raum zu verwalten. […] Der Verlust des Ursprünglichen hat in den Landschaften, die aus dem Bildraum drängen, schon längst stattgefunden. Aber nicht Leere entsteht, sondern Absurdität und eine neue Art der Landschaft“ mit eigener Ästhetik. [Gisela Matthes]



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| berlin – düsseldorf

7.9.
– 24.11.2007




Die Galerie Wolfgang Gmyrek, die seit über 25 Jahren als Programmgalerie für figurative Malerei einen internationalen Ruf besitzt, hat vor zwei Jahren die Galerie um ein contemporary Programm erweitert. „Einleitung“ war die viel beachtete Ausstellung „update.05 - Positionen zur Malerei aus Leipzig und Düsseldorf“, die in Teilen auch in ausländischen Institutionen präsentiert werden konnte.

Wir möchten nun das nächste „Kapitel“ aufschlagen und die Reihe der Gegenüberstellung zweier Städte mit einer Gruppenausstellung junger Kunst aus Berlin und Düsseldorf fortsetzen. Den Schwerpunkt der Ausstellung werden erneut Positionen zur Malerei bilden, ergänzt jedoch durch zwei Bildhauerinnen aus beiden Städten.
Aus Berlin haben wir Birgit Dieker, Andreas Golder, Ruprecht von Kaufmann, Johanna Oenicke und Katja Pfeiffer gewinnen können. Aus Düsseldorf stellen wir Julia Kröpelin, Max Schulze und Jan Stieding vor. Als jüngste Teilnehmerinnen werden zwei Künstlerinnen, die noch studieren gezeigt: Juliane Walther von der Kunsthochschule Berlin-Weissensee, deren Arbeiten uns auf der tease art fair in Köln 2006 besonders aufgefallen sind, und Lisa Vigener, deren Porträts uns beim Rundgang an der Kunstakademie Düsseldorf in der Klasse von Siegfried Anzinger nachhaltig fasziniert haben. Im Übrigen ist die Gegenüberstellung zweier „Kunststädte“ in dieser Ausstellung weit weniger programmatisch als vor zwei Jahren, da sich die künstlerischen Ansätze keinesfalls auf Schulen oder Gruppen festlegen lassen. Künstlerinnen wie Katja Pfeiffer, die in Düsseldorf studiert hat, in Berlin lebt und in Wuppertal lehrt, lassen Fragen nach dem Ort schnell zweitrangig werden.

Die Ausstellung ist bewusst keinem Thema gewidmet, sondern das Hauptaugenmerk bei der Auswahl lag zunächst auf den einzelnen Positionen. Der Wunsch die beiden Kunststädte nicht als Antipoden sondern als Korrespondenz zu präsentieren hat uns jedoch nach möglichen Dialogen zwischen Berliner und Düsseldorfer Künstlerinnen und Künstlern suchen lassen, ohne dass diese schon biographisch bestehen. Auffallend ist eine gemeinsame Verwendung verschiedenster Medien und ein bewusstes Spiel mit High and Low. Viele Positionen konzentrieren sich auf die Auseinandersetzung mit Raumentwürfen, Landschaft und Architektur oder Figur im Raum. Verbindend sind ebenfalls narrative Elemente in vielen Bildern wobei die Ausstellung eine Mischung von zeichnerischen Ansätzen und gestischer Malerei präsentieren wird.

Die Ausstellung wurde kuratiert von Andrea Peters und Ljiljana Radlovic.

Es erscheint eine Publikation, in der alle Künstlerinnen und Künstler mit Text, Vita und Farbabbildungen vorgestellt werden.

Presse

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SOPHIE VON STILLFRIED

on frock

2.3.
28.4.2007



Sophie von Stillfried, Meisterschülerin von Arno Rink, wurde von der Galerie Wolfgang Gmyrek erstmals in der Gruppenausstellung [update.05] vorgestellt.
Nun zeigt contemporary | galerie wolfgang gmyrek ihre erste Einzelausstellung in Düsseldorf.

„Der frog“ ist ein Ausnahmebild und typisch für Sophie von Stillfrieds Arbeiten zugleich. Es zeigt als eines der wenigen Porträts das Antlitz der Figur und macht doch klar, dass es sich auch bei diesem Bild nicht um ein Konterfei, sondern um einen androgynen Typus handelt, bei dem man Paten in der Pop-Kultur findet. Sophie von Stillfried konzentriert sich auf das Figurenbild im „close up“, wobei die Bilder der Perspektive der aktuellen Modefotografie wohl ebensoviel verdanken wie der Tradition des Halbfigurenbildes in der Malerei. Die Ausschnitte des menschlichen Körpers als „gefrorene Momentaufnahme unserer Wahrnehmung“ (Sophie v. Stillfried) zeigen zwar große Flächen nackter Haut, besitzen jedoch selten Körperlichkeit oder Individualität, sondern beziehen ihre sinnliche Wirkung durch die voyeuristische Perspektive und die Farbkomposition. Der menschliche Körper wird dabei oftmals selbst zum Träger von Zeichnung, denn viele Porträts zeigen großflächige Tatoos. In diesem intimen Blick auf die nackte Haut und dem Schreck, der im Erkennen ihrer Verletzung begründet ist, liegt die besondere Wirkung der Bilder. Sophie von Stillfrieds Bilder lassen es nicht bei der kühlen Erotik der Modefotografie bewenden, sondern stellen Fragen nach Rollen-mustern und Individualität, nach Schönheitsvorstellungen und Verletzlichkeit. Die letztlich freiwillige Verletzung und „Zeichnung“ der Haut, der sprichwörtlich letzten Hülle des Individums ist Schmuck und Bekenntnis zugleich. „Tätowierung wird hier zum Finden einer Identität, aber zugleich auch zu einer schmerzhaften Verletzung der schützenden Haut, die nach dem Verständnis der Künstlerin durchlässig wird für den Austausch von Träumen, Wünschen, Erwartungen und offen für Emotionen, wie Leidenschaft, Schmerz, Lust, Liebe.“



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AUSSTELLUNGEN 2006


VERENA LANDAU

permanent transition

17.11.2006
27.1.2007



Nach unserer Gruppenausstellung zur Quadriennale "BODY SCENES" setzen wir unser Programm mit zwei Einzelausstellungen fort. Im großen Galerieraum werden die neuen Bilder und Papierarbeiten von Peter Chevalier gezeigt und in unserer Reihe der jüngeren Künstler stellen wir parallel erstmals Verena Landau vor, die als Leipziger Künstlerin bei der Ausstellung [update.05] vertreten war.

Nachdem Verena Landau eine Zeitlang die Bedingungen und Mechanismen von Kunst im wirtschaftlichen Kontext hinterfragt hat, kehrt sie nun wieder zu den Anfängen zurück, nämlich Bilder aus Spielfilmen in das Medium der Malerei zu übersetzen. Allerdings sind es nun nicht mehr die Schwarz-Weiß-Filme der 60er Jahre, die sie in der Serie „foreign-I-movement“ inspirierten, sondern Filme, die innerhalb der letzten 15 Jahre entstanden sind. Filme u.a. von Tom Tykwer, in denen es um Frauen geht, die an einem besonderen Punkt ihrer Entwicklung, an einem Wendepunkt ihres Lebens stehen. Verena Landau malt keine Filmstills, sondern verdichtet die Vorlage, indem sie die im Film dargestellten Szenen teilweise reduziert, Detailformen zu größeren homogenen Flächen zusammenzieht, Umrissformen nur andeutet, perspektivische Bezüge weitgehend auflöst und Kontraste verschleift. Die anscheinend zufällige Unschärfe wird zum malerischen Prinzip erhoben. Gerade weil das filmische Bild die Wirklichkeit wenigstens in ihrer Oberfläche wiederzugeben scheint, versucht die Künstlerin durch transparente Schichtung, durch Übermalen oder mit methodisch eingesetzter Unschärfe dem Eindruck fotografischer Treue entgegenzuwirken. Hier wird das Medium selbst zum befragten Gegenstand. Dabei scheint das jeweilige Standbild bewusst als Ausschnitt aus einem größeren Zusammenhang herausgenommen. Die Grenzen zwischen unserem realen Raum und dem fiktiven Bildraum werden fließend.


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MARIANNA KRUEGER

IN YOUR EYES

12.5. – 15.7.2006



"Man kann von einer Frau kein Bild malen und auch sonst kein Bildnis schaffen, ohne sich mit dem Begriff der Schönheit zu befassen...
Wenn die Schönheit vermutlich auch geschlechtslos ist, so wurde sie in der westlichen Kultur doch im Allgemeinen als weibliches Ideal begriffen ...
Im Altertum hatte jedes Geschlecht seinen eigenen Schönheitskult...
Doch im Laufe der Zeit ist in der westlichen Kunst und Kultur die weibliche Anatomie bei der Artikulation des Schönen häufig in den Mittelpunkt gerückt."


Marlene Dumas


Marianna Krueger thematisiert das Bild der Frau im medialen und sozialen Kontext der modernen Gesellschaft als Spiegel unserer Zeit; Momente der Oberflächlichkeit und Interpretation stehen im Widerspruch zum inneren Moment der Situation.

Das mediale Bild als Fragment einer definierten Persönlichkeit erhält so das Potenzial der Authentizität eines Charakters. Die artifizielle Momentaufnahme wird ihrer profanen Mitteilung enthoben, indem aus dem personifizierten Objekt eine Person erwächst.

„So wie die Medien das Bild der Frau instrumentalisieren, versuche ich in meinen Malereien die Medien selbst zu instrumentalisieren, indem ich ihren Motiven ein anderes, ein neues inneres Moment gebe und sie von dem programmierten Kontext freistelle.“ (Marianna Krueger).
Marianna Krueger beschäftigt sich mit ihrem Sujet des Portraits in realistischer Weise und transzendiert die Komplexität der Motive durch ihre Malweise und Pinselführung in eine Leichtigkeit und Flüchtigkeit. Die Transparenz überlagerter Farbschichtungen wird zur Reflexion innerer Momente der Portraitierten, körperlich-fleischliche Themen werden ätherisch, teilweise fasst durchsichtig, behandelt.

Wir begegnen der Unsicherheit und Sehnsucht in dem Bemühen um das Erlangen des Ideals ewiger Jugend und Schönheit, der Problematik der Unfähigkeit der Akzeptanz des natürlichen menschlichen Antlitzes. Das Bild OP zeigt diesen Widerspruch am deutlichsten in dem Lächeln der Patientin nach dem operativen Eingriff. Ist es die Freude – Erleichterung – um die Annäherung an das Ideal oder Unsicherheit um die Ungewissheit des Ergebnisses? Catwoman verschiebt die Grenze des persönlichen Ideals in eine fiktive – unwirkliche, unbegreifliche – Dimension. Es beschreibt den schmerzhaften Prozess um das zweifelhafte Ergebnis Jocelyn Widensteins, der so genannten „Wildenstein’s Bride“ in Referenz zu Frankensteins Braut.

Die Menschlichkeit im Sinne evolutionärer Natürlichkeit – und damit Fehlerhaftigkeit in der Welt der medialen Gesellschaft - ist jedoch eindeutig Schwerpunkt der Ausstellung In Your Eyes. Die natürliche Schönheit wird zum Hoffnungsträger und zur Ode an das Menschliche, die Komplexität emotionaler Tiefe und des Individualismus (Russian Song).

Dennis Wagner




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MATTHIAS LUDWIG

Zusammen

24.3. – 6.5.2006



Im Raum 2 setzt die Galerie Wolfgang Gmyrek die Reihe junger Malerei mit Matthias Ludwig aus Leipzig fort. Als auffallend singuläre Position wurden Ludwigs Bilder erstmals in Düsseldorf in der Ausstellung update.05 gezeigt. Dass erst jetzt eine Einzelausstellung realisierbar ist, liegt nicht zuletzt in der sehr sorgsamen und zeitintensiven Maltechnik von Ludwig begründet. Geschult an den alten Meistern entstehen die Bilder in vielen Arbeitsschritten von Tempera-Malschichten bis hin zu den letzten Öllasuren. Die so erarbeiteten Interieur- und Figurenbilder wirken zunächst seltsam unzeitgemäß bzw. zeitlos. Obwohl Matthias Ludwig, der 1969 in Dahme geboren wurde, an der Leipziger HGB studierte, fällt eine schnelle Zuordnung zur neuen Leipziger Schule schwer. Seine Bilder weisen eine große Eigenständigkeit auf und deuten eher auf Orientierungspunkte bei der Neuen Sachlichkeit hin. Ludwig hat eine besondere Form entwickelt, die menschliche Konstellationen und Beziehungen auf engstem (Bild)-Raum geheimnisvoll und malerisch zu variieren versteht.



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MIRIAM VLAMING

Neverlasting Summer

3.2. – 18.3.2006



Bilder von Miriam Vlaming waren in Düsseldorf erstmals im vergangenen Jahr in unserer Gruppenausstellung update.05 - Positionen zur Malerei aus Deutschland zu sehen. Nun widmet die Galerie Wolfgang Gmyrek der Malerin eine Einzelausstellung.

Vlaming wurde 1971 in Düsseldorf geboren. Sie studierte seit 1994 Malerei an der Kunstakademie Leipzig bei Neo Rauch und Arno Rink mit einem Gastsemester in der Dibbets-Klasse an der Kunstakademie Düsseldorf. In allen Kritiken werden insbesondere ihr koloristisches Talent und Können zu Recht betont. Die Eitempera-Farben brillieren nicht durch den Glanz der Ölfarbe, sondern leuchten durch die genaue Setzung von Kontrasten. Im letzten Jahr hat Miriam Vlaming ein USA-Stipendium für Columbus in Ohio erhalten und von diesem Aufenthalt rund 2000 Fotos mitgebracht, die seither in ihre Werkreihen einfließen. Überwiegend handelt es sich um Figurenbilder, die jedoch immer deutlicher einen Raum wiedergeben, der nicht zu orten ist, aber suggestiv und assoziationsbeladen als Erinnerungsraum wirkt. Wie aus fernen Zeiten treten uns die Orte und Personen gegenüber und rufen Erzählungen wach. Die Geschichte bleibt jedoch eine persönliche, denn weder die Figuren noch die Räume treten eindeutig hervor oder sind illustrativ. Der Wagen des Candyman oder Das Versteck werden von vielen Betrachtern mit eigenen Erinnerungen verbunden, wobei sich durch zitierte populäre Songs oder viel gesehene Filme vielleicht ein Bodensatz kollektiven Gedächtnisses bildet. Stets jedoch sind die Bilder ihrer glatten Oberfläche verlustig gegangen und legen das unbestimmt Bedrohliche offen.



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AUSSTELLUNGEN 2005


STEFAN STÖSSEL

Special Selection

3.9. – 19.11.2005



Die Galerie Wolfgang Gmyrek hat in ihrem Jubiläumsjahr die Ausstellungsreihe jüngerer Künstler wieder aufgenommen. Im studio zeigen wir Stefan Stößel, der zuletzt in unserer Ausstellung „update.05“, mit Positionen zur Malerei aus Leipzig und Düsseldorf, zu sehen war. Stefan Stößel ist einer der interessantesten jüngeren Maler und arbeitet als Assistent von Neo Rauch an der HGB Leipzig. Einerseits zeichnet sich seine Arbeit durch die „typische“ Leipziger Qualität der technisch virtuosen Malerei aus, andererseits bedient er sich souverän der unterschiedlichsten Medien. Seine Arbeit der letzten Jahre ist als augenzwinkernde Reflexion über unseren Umgang mit visuellen Eindrücken und Bildern zu verstehen. Vorgefundenes Material der Gebrauchsgrafik wie bedruckte Verpackungskartons, Stoffmuster oder Werbeschriftzüge fließen in sorgfältig komponierte Stillleben ein, die sich gekonnt und reflektiert der Tradition von den Trompe l’oeil der Niederländer bis zur Pop Art bedienen. Souverän spielen die Bilder auf diese Weise mit dem Verhältnis von Fläche und Raum.


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- Positionen zur Malerei in Deutschland

20.5. – 20.8.2005



Die Galerie Wolfgang Gmyrek zeigt ab 20. Mai ein in mehrfachem Sinne programmatisches update der aktuellen Malerei. In einer dichten Gruppenausstellung werden Bilder jüngerer Künstlerinnen und Künstler präsentiert und gegenübergestellt, die sich in den letzten Jahren konsequent mit Malerei auseinandergesetzt haben und deren Schwerpunkt auf der figurativen Darstellung liegt.

Das gegenwärtig neu erwachte internationale Interesse an deutscher Malerei ist der Galerie Wolfgang Gmyrek in ihrem 25. Jahr ein willkommener Anlass, die aktuellen Positionen und ihre klaren Unterschiede zur Neuen Figuration der 60er bis 80er Jahre, die das gewachsene Programm der Galerie kennzeichnet, zu fokussieren. Die Künstlergeneration der heute etwa 30-40 jährigen Maler lässt sowohl thematisch, als auch im Diskurs über die Malmittel vollkommen neue Ansatzpunkte erkennen, so dass der Titel [update.05] durchaus auch programmatisch auf das Galerieprogramm bezogen ist. Gleichermaßen knüpft die Ausstellung auch an die in den letzten Jahren präsentierten Ausstellungen zur Malerei an, wie z.B. „deutschemalereizweitausenddrei“ im Frankfurter Kunstverein, und versteht sich als ein update dieses Jahres.

Der aktuelle Anlass für das Ausstellungsprojekt ist die Eröffnung des neuen Akademiemuseums in Düsseldorf, das für die lange Tradition der Kunstakademie, ihren internationalen Ruf und ihre eigene große Kunstsammlung steht. Außerdem spielte eine Reise nach Leipzig eine initiale Rolle, die in Wolfgang Gmyrek den Wunsch weckte, die unterschiedlichen Entwicklungen der figurativen Malerei in diesen beiden wichtigen deutschen Kunstzentren aufzuzeigen und gegenüberzustellen. Während der Schwerpunkt des Galerieprogramms auf den Werken von Künstlern lag, die in den 60er bis 80er Jahren als Wegbereiter der Neuen Figuration im Rheinland und in Berlin wirkten, stellt die Galerie Wolfgang Gmyrek in ihrem [update 05] Absolventen der Akademien in Leipzig und Düsseldorf vor, die sich in den zurückliegenden Jahren schon international viel beachtete Positionen erarbeitet haben. Den Düsseldorfer Malern wurde eine Auswahl jüngerer Leipziger Künstler gegenübergestellt, die für neue figurative Tendenzen an der Leipziger Kunsthochschule stehen. Die Ausstellung wurde von zwei Kuratoren zusammengestellt die sich intensiv mit der aktuellen Malereiszene in Düsseldorf und Leipzig beschäftigt haben.

Andrea Peters hat die Arbeiten von acht Künstlern aus dem Umfeld der Düsseldorfer Akademie ausgewählt, von denen vier schon seit längerem in gutem Kontakt zur Galerie stehen: Axel Brandt und Cornelius Völker wurden bereits Anfang der 90er Jahre in Studioausstellungen vorgestellt.

Zu Frank Jacob Esser und Robert Klümpen gibt es Verbindungen über ihre in der Galerie vertretenen Lehrer. Diese wichtigen Positionen werden zu einem Spektrum erweitert, das die Vielschichtigkeit der Malerei, die an der Düsseldorfer Kunstakademie entsteht, aufweisen kann. Stefan Ettlinger, Karin Kneffel, Markus Vater und Sophie von Hellermann haben ebenfalls in Düsseldorf studiert, es kann jedoch keineswegs von einer Schule gesprochen werden. Gerade diese Vielschichtigkeit soll die Ausstellung zeigen und in Bezug zu anderen Positionen setzen.

In der aktuellen Zusammenschau haben wir bewusst den Kontakt zur momentan am meisten beachteten Hochburg der Malerei in Leipzig gewählt. In der Betrachtung der jüngeren Leipziger wird immer wieder die Gemeinsamkeit der Ansätze in der Malerei betont. Die Protagonisten der sogenannten "Neuen Leipziger Schule" oder der "Leipzig School", ein in Florida und New York bereits fester Terminus, erfreuen sich in den internationalen Feuilletons, aber erstaunlicherweise auch in Mode- und Lifestyle-Journalen, großer Beliebtheit. Die von Josef Filipp (Kunstverein Leipzig) ausgewählten Künstlerinnen und Künstler haben alle an der Leipziger Kunsthochschule, der Hochschule für Grafik und Buchkunst, studiert. Paule Hammer, Matthias Ludwig und Stefan Stößel sind in der ehemaligen DDR geboren. Marianna Krüger stammt aus Kasachstan;
Sophie von Stillfried aus München und aus dem Rheinland kamen Katharina Immekus, Verena Landau und Miriam Vlaming zum Kunststudium nach Leipzig. Sie zählen zur "dritten Generation" der jungen Malerei aus Leipzig, wenn Neo Rauch als die "erste Generation", und die Liga-Künstler als die "zweite Generation" bezeichnet werden. Erste Erfolge auf internationaler Ebene haben sich auch bei diesen Malern bereits eingestellt.

Gemeinsam sind den Malerinnen und Malern aus dem Umfeld der Düsseldorfer und der Leipziger Kunsthochschule die zum Teil ungestüme Lust an der Malerei, das Experiment mit dem Medium Malerei und das - oft mit einem Augenzwinkern - rücksichtslose Zitieren der jüngeren Kunstgeschichte. Dabei ist man sich seiner eigenen Kraft und Stärke sehr wohl bewusst.

Die Ausstellung [update.05]  - Positionen zur Malerei aus Deutschland ist bis 23.7.2005 in der Galerie Wolfgang Gmyrek, Düsseldorf zu sehen.
Zur Ausstellung erscheint eine Publikation



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